Blog:

 

 

 

 


10. Juni 2017, 22:34

Die Wechseljahre aus ayurvedischer Sicht

Der anmutige Weg in die Weisheit
Im Leben jeder Frau wird irgendwann die Menopause erscheinen. Und dennoch weigern sich manche, dem Thema rechtzeitig zu begegnen. Wenn die Menopause an die Tür klopft, wundert sie sich und ist unfähig ihr in der richtigen Weise zu begegnen.
Die moderne Frau ist in dieser Zeit voller Schrecken, Hitzewallungen, Schlaflosigkeit, Unruhe, trockene Schleimhäute, Steifigkeit, Verwirrungszustände, Stimmungsschwankungen, Wasseransammlung. Sie interpretiert das als das Eintreffen des Alters.
Dabei ist das keineswegs eine Krankheit oder Dysbalance, sondern der natürliche Prozess des Körpers. Es wird nur dann zu einem unkontrollierten oder unausgeglichenen Zustand, wenn frau zuvor unausgeglichen gelebt hat.
Aus ayurvedischer Sicht ist das eine Phase zwischen zwei Lebensstadien. Zweimal im Leben einer Frau tritt dieser hormonelle Wechsel auf. Zum einen wenn er zum ersten Mal eintrifft und später, wenn er sich dem Ende nähert. Beim ersten Mal ist die junge Frau unreif, unerfahren, von der Mutter abhängig und somit verwirrt. Aber beim zweiten Mal ist sie als Frau ein Bündel voller Erfahrung, reif und aufrecht im Leben stehend, mit Zeit zur Vorbereitung auf diese Übergangserfahrung.
Wenn wir sie in der richtigen Weise verstehen ist die Menopause eine aufregende Zeit von Kreativität und Transformation, da sowohl Vata als auch Pitta dominieren. Vata generiert Kreativiät und Pitta unterstützt bei der Manifestation und Transformation.
Ein Bündel von Energie stürmt durch den Körper, er will mit Vorsicht und in Vorbereitung behandelt werden. Eine Frau kann diese Energie vielfältig nutzen.
Im Alter zwischen 37 und 42 ist es sehr angeraten, eine angemessene interne Körperreinigung „Panchakarma“ durchzuführen. Durch diesen Prozess werden alle Giftstoffe ausgeschwemmt, das Blut wird gereinigt, der Säurelevel reduziert, die Knochen gestärkt, die natürliche Intelligenz des Körpers revitalisiert, das Immunsystem gestärkt, das Feuer der Verdauung korrigiert. Dadurch wird es einfacher, die Menopause durch die richtige Ernährung und die richtige Bewegung zu managen. Sanftere Übungsarten wie Yoga oder Tai Chi bringen Flexibilität und Schmierung auf Knochengelenksebene, verbesserter Fluss der Blutzirkulation, die Atmung wird kanalisiert und versorgt die Zellen; das wiederum führt zu einem beruhigenden und erfrischenden Effekt im Nervensystem (ohne jegliche Pillen). Das bringt den Körper in Form, verhindert Wasseransammlungen, klärt Verstopfungen der Kanäle und macht das System insgesamt leichter.
Die Frau sollte ebenfalls ein Umdenken im Arbeitsumfeld angehen. Nach dem Alter von 40 ist eine Wochenarbeitszeit von 40 – 45 Stunden ein „Missbrauch des Körpers“, der sich in der Menopause als Schaden auf zellulärer Ebene widerspiegeln wird. Eine langsame Anpassung der Ernährungsgewohnheiten ist angesagt, wissend, dass der Eisen- und Kalziumlevel in der Menopause einbrechen wird. Ab 40 ist es für den Körper schwierig, Eisen und Kalzium zu absorbieren. Dazu benötigt es die natürliche Vitalität, den passenden Lebensrhythmus und das angemessene Feuer der Verdauung, das hauptsächlich unter schlechten Essgewohnheiten und erschöpfendem Lebensstil leidet.
Wachen Sie auf! Warten Sie nicht, bis das Thema an Ihrer Tür anklopft. Das ist der Weg, der anmutig in das Alter der Weisheit führt.

(„Gandha“ Sarika Patil)

Redakteur

Kommentare (0)

Kommentieren


10. Juni 2017, 22:32

Was heißt Gesundheit?

Was heißt Gesundheit?
Gemäß Ayurveda ist Gesundheit eine Ordnung und Krankheit eine Unordnung.
Der kluge Mensch ist in voller Kenntnis einer aktuellen Unordnung in seinem Körper und stellt dann die Ordnung wieder her. Eine Rückkehr zur Gesundheit ist fast immer möglich.
In Ayurveda bedeutet Krankheit (dis-ease), die Abwesenheit von Leichtigkeit (ease) und Behaglichkeit (comfort). Ein Zustand von Gesundheit besteht:
Wenn das Feuer der Verdauung (Agni) sich in Balance befindet, wenn die Elemente des Körpers ausgeglichen sind, wenn die drei Ausscheidungsstoffe Urin, Schweiß, Stuhl normal produziert werden und sich ebenfalls in Balance befinden, wenn die Sinne bestimmungsgemäß funktionieren und wenn Körper – Geist – Bewusstsein in Harmonie sind.
Wenn eines dieser Systems in seiner Balance gestört ist, beginnt der Prozess der Krankheit bzw der Beschwerden, weil die Balance der obengenannten Elemente und deren Funktionieren nötig sind für die natürliche Widerstandskraft und Immunität.
Sogar ansteckende Krankheiten können einem Menschen nichts anhaben, der sich im Zustand der Gesundheit befindet. Daher sind ein gestörtes Gleichgewicht von Körper und Geist der Grund für physisches und psychisches Leid und Schmerz.
Der Makro- und Mikroorganismus: Umgebungen innerhalb des Körpers und außerhalb des Körpers, die sich in ständiger Interaktion befinden. Die äußere Umwelt haben wir nicht unter Kontrolle, die innere aber schon, durch richtige Ernährung und richtige Bewegung. Diesen wiederum folgt dann der richtige Schlaf. Daher ist es essentiell, grundlegende Kenntnisse zu unserer Ernährung zu haben.
Ignorant essen und sich dann als Opfer zu gebärden wird in Ayurveda als höchstes Verbrechen angesehen. Als Vergehen gegen die Weisheit.
(Sarika „Gandha“ Patil)

Redakteur

Kommentare (0)

Kommentieren


10. Juni 2017, 22:30

Das Frühstück

Das Frühstück
Im schnelllebigen Lebensstil Westeuropas ist ein gesundes, warmes Frühstück eine Herausforderung.
Warum ist ein warmes nährendes Frühstück so wichtig?
Aus 2 Gründen:
Zum einen ist der Morgen zwischen 6 und 10 Uhr die sogenannte Kapha – Zeit. Unabhängig von der Jahreszeit ist es die kühlste Tageszeit. Unser Körper hat nachts geruht und ist ausgekühlt, deshalb ist es angeraten, den Tag mit etwas Warmem und Nahrhaftem zu beginnen.
Außerdem gab es eine lange Pause zwischen Abendessen und Frühstück. Im Englischen heißt Frühstück treffender „Breakfast“, buchstäblich das Fasten brechen. Es braucht also etwas Nährendes, das uns bis zum Mittagessen Energie liefert und uns erdet. Viele Menschen haben nicht einmal Zeit für ein Mittagessen und dann ist es sogar noch wichtiger ein nährendes Frühstück zu haben.
Den Tag mit kaltem, altem Essen zu beginnen hat eine schwere, depressive Wirkung auf Körper und Geist, genauso gehen wir aus dem Haus und begegnen der Welt. Demgegenüber hat frisch zubereitetes, warmes Essen eine nährende, energetisierende Wirkung auf den Körper und Geist, eine anreichernde Wirkung auf unsere Energie und weckt unsere Sinne – der Welt im Außen so zu begegnen ist für uns immer lohnenswert.
Meine Schüler erklären mir immer wieder, dass es aus Zeitgründen nicht machbar ist, gesund zu frühstücken. Aber genau das Gegenteil ist der Fall. Die 15 – 20 Minuten Zeitaufwand morgens sind ein Investment auf mehreren Ebenen.
Es gibt viele Möglichkeiten warmes Frühstück zuzubereiten, es braucht nur eine Verlagerung der Aufmerksamkeit. Wir üben so etwas im Frühstückskurs.

(„Gandha“ Sarika Patil)